Veganer Zwetschgendatschi mit Streuseln

Zwetschgendatschi

Kaum ein anderes Kuchenstück weckt in mir schon beim Geruch und Anblick solche Erinnerungen an meine Kindheit, als es beim Zwetschgendatschi der Fall ist.

Eine schön gedeckte Kaffeetafel an einem herbstlich warmen Sonntagnachmittag bei Oma mit Zwetschgendatschi und Sahne. Genauso gehören natürlich auch die Wespen dazu, die das ganze Bild nicht mehr ganz so idyllisch anmuten lassen. Aber nach den Wespen durfte ich ja nicht schlagen, da sie sonst stechen könnten. Also blieb mir nichts anderes übrig, als schreiend davonzulaufen und mich irgendwo zu verkriechen 😊

Zwetschendatschi

Zwetschgendatschi ist doch der Inbegriff vom Herbstanfang, oder? Ich bin ja ein waschechter Sommer-Liebhaber und mir graut es jedes Jahr wieder vor den kürzer werdenden Tagen und den kühleren Temperaturen. Trotzdem gibt es immer ein paar Dinge, die ich kaum erwarten kann. Zum Beispiel 100 verschiedene Kürbisrezepte auszuprobieren, endlich wieder in einen frisch geernteten Apfel reinzubeißen und einen veganen Zwetschgendatschi, ganz klassisch mit Hefeteig, zu backen. Check würde ich sagen. Naja ok, 100 Rezepte sind es noch nicht, die ich ausprobiert habe. Aber 2 haben immerhin schon den Weg auf meinen Blog gefunden (Rezept für den Risotto hier und Rezept für meine Kürbis-Brownies hier). Auch den Zwetschgendatschi habe ich schon hinter mich gebracht und tja, was soll ich sagen: herrlich saftig, schön süß und leicht säuerlich – das ist mein perfekter Zwetschgendatschi. Und die Streusel. Ja, die Streusel. Die dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Zwetschgen = Pflaumen?

Nein, nicht ganz. Im Alltag werden die beiden Fruchtsorten gerne einmal durcheinandergeworfen. Dennoch bilden Zwetschgen genau genommen eine Unterart der Pflaumen. Denn die beiden Steinfrüchte unterscheiden sich auch äußerlich. Während Pflaumen größer sind und eine runde Form haben, sind Zwetschgen eher kleiner und länglich-oval. Das Fruchtfleisch der Pflaume hat eine weiche, lockere Konsistenz – und lässt sich meist nur schwer vom Stein lösen. Das Fruchtfleisch der Zwetschgen ist prinzipiell fester und trockener als das von Pflaumen und lässt sich ohne Probleme vom länglichen Kern lösen.

Zwetschgen

Und auch geschmacklich bestehen Unterschiede zwischen Zwetschgen und Pflaumen: Während Zwetschgen einen süß-säuerlichen Geschmack haben, ist das saftigere Fruchtfleisch der Pflaumen süßer. Deshalb sind sie auch zum Backen oder Kochen unterschiedlich gut geeignet. Pflaumen eignen sich besonders gut für Mus, Konfitüre oder auch für Chutneys. Da die Zwetschge hingegen nicht so viel Wasser wie die Pflaume enthält, eignet sie sich besonders gut zum Backen. Weil sie ihre Form beim Backen halten kann, gilt sie auch als „Königin der Blechkuchen“.

Aber egal, ob man nun Pflaumen oder Zwetschgen isst, gesund sind beide. So verfügen beide Früchte trotz aller Unterschiede über einen hohen Vitamin B-Gehalt, sind stoffwechsel- und verdauungsfördernd.

Und nun ist es Zeit für den Auftritt der Königin in meinem Zwetschgendatschi mit Streuseln 🙂
Zwetschendatschi auf dem BlechZwetschendatschi

Veganer Zwetschgendatschi mit Streuseln
Vorbereitung
40 Min.
Zubereitung
30 Min.
Gesamt
1 Std. 10 Min.
 
Autor: Mimisveganlife
Zutaten
Für den Teig
  • 350 g Dinkelmehl
  • 125-150 ml Mandelmilch
  • 25 g Hefe
  • 2 EL Lupinenmehl
  • 4 EL Ahornsirup
  • 1 EL Mandellikör
  • 1 Msp. Vanillemark
  • 1 TL abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 75 ml Olivenöl
  • 1 Prise Salz
Für den Belag
  • 1 kg Zwetschgen
  • 40 g Zwieback-Brösel
  • 20 g Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Vanille
Für die Streusel
  • 120 g Kokosmehl
  • 6 EL Kokosblütenzucker
  • Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Kokosöl flüssig
Zubereitung
  1. Zuerst wird der Hefeteig vorbereitet. Dazu die Mandelmilch in einem kleinen Topf erwärmen, bis sie lauwarm (etwa 30 °C) ist. Die Hefe mit den Fingern zerbröckeln und in der Milch auflösen. Die Hefemilch mit dem Dinkel- und Lupinenmehl, dem Ahornsirup, dem Mandellikör, dem Vanillemark, 1 Prise Salz und der Zitronenschale mit den Händen oder in der Küchenmaschine zu einem festen Teig verkneten. Schließlich das Olivenöl hinzufügen und den Teig einige Minuten weiterkneten, bis er geschmeidig ist. Dann den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort mind. 30 Minuten gehen lassen.

  2. Inzwischen ein Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben. Nachdem der Teig etwa die doppelte Menge zugelegt hat, diesen auf der bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und das Blech damit auslegen. Mit einer Gabel den Teig mehrmals einstechen.

  3. Für den Belag die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Dann jede Zwetschgenhälfte längs etwa bis zur Mitte einschneiden. Nun den Teig mit den Zwieback Bröseln bestreuen und dicht mit den Zwetschgenhälften belegen. Zuletzt Kokosblütenzucker, Zimt und Vanille vermischen und über die Zwetschgen streuen.

  4. Für die Streusel das Kokosmehl in eine Schüssel geben und mit dem Kokosblütenzucker, dem Zimt und der Prise Salz vermischen. Das Kokosöl erwärmen und unter ständigem Rühren zufügen. Alles mit den Fingern zu Streuseln verreiben und die Streusel gleichmäßig auf den belegten Zwetschgendatschi verteilen. Den Kuchen nochmals 20 Minuten gehen lassen.

  5. Inzwischen den Backofen auf 175 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Den Zwetschgendatschi im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten hellbraun backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und den Kuchen in Stücke schneiden.

  6. Guten Appetit 🙂

 

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Zwetschgendatschi

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