Spargel mit Bozner Sauce

Spargel mit Bozner Sauce

Im Frühling stecken auch die Spargel ihre Köpfe aus der Erde. Dann wird es wieder Zeit für eine absolute Lieblingsspeise von mir: Spargel mit Bozner Sauce.

Dies ist ein klassisches Südtiroler Frühlingsgericht. Ich verwende für meine Spargel mit Bozner Sauce den Terlaner Margarete Spargel, ihr könnt natürlich irgend einen Spargel verwenden.

Spargel frisch

Die Bozner Sauce wird bei uns in Südtirol traditionell zum weißen Spargel gereicht. Und die Kombination schmeckt einfach himmlisch. Allerdings besteht die Bozner Sauce aus Eiern. Also ist das Standardrezept definitiv nichts für uns Pflanzenfresser 😉

Aber deswegen nun darauf verzichten? „Nie im Leben“ hab ich mir gedacht und die Bozner Sauce einfach veganisiert. Und tadaaa hab ich eine leckeres veganes Sößchen kreeirt, das sehr nah an das Original rankommt.

Natürlich ist die Bozner Sauce durch die Mayonnaise etwas deftig, deshalb habe ich sie in meinem Rezept mit Seidentofu etwas abgemildert. Wer lieber eine noch gesündere Variante bevorzugt, sollte sich meine gesunde Bozner Sauce ansehen, deren Rezept ich euch natürlich auch nicht vorenthalten will 🙂

Spargelspitze bei Sonnenaufgang

 

Spargel: viele Nährwerte, wenig Kalorien

Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser und hat kaum Kalorien (nur 18 Kilokalorien pro 100 Gramm). Trotzdem ist er sehr sättigend, da er relativ lange im Magen verweilt. Er enthält unter anderem Asparagin, einen Eiweißbaustein, der für den Spargel namensgebend war. Diese Aminosäure fördert die Nierentätigkeit und ist somit für die entwässernde Wirkung des Spargel verantwortlich. Diese wird durch den hohen Kaliumgehalt zusätzlich noch verstärkt. Die in ihm enthaltenen B-Vitamine, darunter die Folsäure (Vitamin B9), sind wichtig für zahlreiche Stoffwechselvorgänge. Der grüne Spargel enthält teilweise noch mehr Nährstoffe als der weiße.

Spargel enthält Purine. Wer also an Gicht oder an Nierenerkrankungen leidet, sollte beim Spargelgenuss vorsichtig sein.

 

Spargel: weiß oder grün?

Ob der Spargel weiß oder grün ist, hängt vom Anbauverfahren ab. Grüner Spargel gedeiht im Unterschied zu weißem Spargel nicht in aufgeschütteten Erdwällen, sondern direkt über der Erde. Durch das Sonnenlicht bildet er den grünen Blattfarbstoff, das Chlorophyll. Außerdem wächst der grüne Spargel schneller als weißer Spargel und bildet nur eine dünne Haut. Im Geschmack ist der grüne Spargel etwas kräftiger und herzhafter.

 

Spargeln

Kann man Spargel roh essen?

Ja, kann man! Dass roher Spargel giftig ist, ist ein absoluter Mythos. Spargel schmeckt roh sogar besonders lecker, aber anders als der gekochte Spargel. Das typische Spargelaroma  entfaltet sich nämlich erst beim Kochen. Roher Spargel schmeckt ein wenig wie Erbsenschoten. Kräftig im Geschmack mit einer süßen Unternote.

Durch das Kochen wird ein Großteil der enthaltenen Enzyme und Nährstoffe zerstört, deshalb spricht absolut nichts dagegen, Spargel roh zu essen.

Ihr könnt den ganzen Spargel roh essen oder zu Salaten verarbeiten. Dafür eignen sich besonders die dünnen Stangen, da diese intensiver im Geschmack sind. Sehr lecker schmeckt roher Spargel auch in feine Scheiben geschnitten im Salat.

 

So, und nun will ich euch das Rezept nicht länger vorenthalten 🙂

 

Spargel mit Bozner Sauce
Vorbereitung
10 Min.
Zubereitung
10 Min.
Gesamt
20 Min.
 
Autor: Mimisveganlife
Zutaten
  • 1 kg weißer Spargel
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • 1 TL Alsan
  • Salz
  • Küchengarn (optional)
Für die vegane Bozner Sauce
  • 150 g vegane Mayonnaise
  • 150 g Seidentofu
  • 100 g Räuchertofu, kleingeschnitten
  • 1 TL Zitronensaft
  • Kurkuma
  • Paprikapulver
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • Kala Namak
  • Pfeffer
Zubereitung
  1. Den Spargel schälen. Hierfür die holzigen Enden abschneiden und den weißer Spargel direkt vom Kopf weg schälen. Die Schalen und Enden aufheben - daraus lässt sich eine Spargelsuppe oder Gemüsebrühe zubereiten.

  2. Ihr könnt den Spargel mit Küchengarn zu Portionen à 7-8 Stangen zusammenbinden. So könnt ihr die Stangen nach dem Kochen leichter aus dem Topf heben.

  3. Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Sobald es kocht, das Wasser salzen, einen Schuss Zitronensaft und 1 TL Margarine dazugeben.

  4. Den Spargel ins Wasser legen und die Hitze reduzieren. Spargel sollte niemals stark kochen, damit die zarten Spargelköpfe nicht verletzt werden. 

  5. Gebt am besten ein Blatt Küchenrolle ins Wasser. Dieses sorgt dafür, dass der Spargel unter Wasser bleibt und schön "durchdampft".

  6. Danach je nach Dicke der Spargelstangen diese ungefähr 10 Minuten ziehen lassen.

  7. Zuletzt die Spargelstangen aus dem Topf nehmen, vom Küchengarn trennen und auf Tellern anrichten.

Bozner Sauce
  1. Für die Bozner Sauce die vegane Mayonnaise mit dem Seidentofu zusammenwischen. Ihr könnt natürlich auch nur die Mayonnaise verwenden, mit dem Seidentofu wird sie allerdings etwas leichter.

  2. Gebt dann den Räuchertofu, Zitronensaft, Kurkuma, Pfeffer und eine Prise Paprikapulver dazu und rührt alles gut um. Durch den Räuchertofu bekommt die Bozner Sauce eine tolle rauchige Note und lässt einen den Schinken, der oft zum Spargel gereicht wird, so gar nicht vermissen. Der Tofu ersetzt das klein geschnittene Eiweiß, das in die Bozner Sauce gehört.

  3. Nun den fein geschnittenen Schnittlauch untermischen und das Ganze einige Minuten ziehen lassen. 

  4. Das Kala Namak Salz (gibt's hier) am besten erst kurz vor dem Servieren nach Belieben dazu geben, da es ansonsten etwas an Geschmack verliert. Durch das Kala Namak schmeckt die Bozner Sauce nach Ei und sieht nicht nur danach aus 😉

  5. Die Bozner Sauce zum Spargel servieren

Tipp

Dazu passen ganz prima gekochte Salzkartoffeln.

 

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Bozner Sauce

Spargel mit Bozner Sauce

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