LIFE UPDATE #2: One day in Padova

One day in Padova

Am Samstag ging es für uns einen Tag nach Padova. Padua (der deutsche Name) ist eine der ältesten Städte Italiens, ca. eine halbe Stunde von Venedig entfernt. Los ging es schon um 6.25 Uhr mit dem Regionalzug nach Bozen und von dort weiter mit dem Schnellzug. In Padua angekommen sind wir gegen 9.30 Uhr, also nach gut 3 Stunden. Schneller geht’s mit dem Auto auch nicht, von der Bequemlichkeit im Zug gar nicht zu reden 😉

Ankunft Padua

 

Padova – Die Kunst- und Künstlerstadt

Padova ist nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der größten Kunststädte Italiens. Ich war zum ersten Mal und aus privaten Gründen dort. Für eine Stadterkundung blieb uns nicht allzu viel Zeit. Aber da Padua recht überschaubar ist, hat es doch irgendwie geklappt :D. Ein kleiner Stadtrundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führt uns schon beinahe durch die gesamte innere Altstadt.

Padova ist eine wunderschöne Stadt, die vielseitig entdeckt werden kann. Wenn ihr ein bisschen mehr Zeit habt, rate ich euch, die sehenswerten Kunstschätze in den Museen und Kirchen zu bestaunen. Für Ein-Tages-Besucher empfiehlt es sich, gemütlich durch die Innenstadt zu bummeln und sich am Prato della Valle etwas zu entspannen. Einfach die Ruhe und den Flair der Stadt genießen. Denn Padua ist ein absoluter Städtetrip-Tipp von mir, wenn ihr mal in der Nähe sein solltet.

 

Unsere Erkundungstour durch Padova

Ein guter Tag in Italien beginnt natürlich mit einem Espresso. Den lassen wir uns auch nicht nehmen, obwohl wir sonst ja eher die Tee-Junkies als Kaffee-Liebhaber sind.  Aber der Besuch des berühmten Caffè Pedrocchi ist fast schon ein Pflichttermin für jeden Padova-Besucher.

Das traditionsreiche Caffè ist bereits seit dem 19. Jahrhundert Treffpunkt für Akademiker, Intellektuelle und Studenten. Denn es ist direkt neben der Universität gelegen. Also im Zentrum der Altstadt. Das Caffè Pedrocchi hat einen einzigartigen Flair. Und wenn man die Augen schließt, hört man fast die Akademiker diskutieren und die Kutschen draußen auf dem Kopfsteinpflaster vorbeifahren 😉

Caffè Pedrocchi

Caffe Pedrocchi

Caffè Pedrocchi

Caffè Pedrocchi

Caffè Pedrocchi

Caffè Pedrocchi

 

Von Gelehrten und Lernenden

Direkt neben dem Caffè liegt der Palazzo Bò, die alte Universität Paduas. Die Universität war seit ihrer Gründung im Jahr 1222 ein Ort der Liberalität und der freien Forschung. Sie genoss von Anfang an einen hohen internationalen Ruf. Damit zog die Uni Studenten und Professoren aus ganz Europa an – einer von ihnen war Galileo Galilei. Auch heute gehört die Universität Padua zu den wichtigsten Italiens.

Keine 5 Minuten entfernt erreicht man schon den Palazzo della Ragione, das geheime Wahrzeichen Paduas. Auf den beiden Plätzen vor und hinter dem ehemalige Justizpalast, der Piazza della Frutta und der Piazza delle Erbe wird jeden Morgen der städtische Markt abgehalten. Durchspazieren lohnt sich. Oder ihr sucht euch eine der netten Bars aus und trinkt gemütlich einen Aperitivo. Ganz die „dolce vita italiana“ 🙂

Weiter geht’s zu einem der historischsten Plätze der mittelalterlichen Altstadt: die Piazza dei Signori. Bekannt durch den Uhrenturm des Palazzo del Capitano, der frühere Sitz der Stadtregierung.

Statue in Padua

Palazzo della Ragione

Palazzo della Ragione

Piazza della Frutta

Piazza della Frutta

Piazza dei Signori

Piazza dei Signori

 

Zeit für die Mittagspause

Die Sonne brennt vom Himmel und nach gefühlten 10 km Fußmarsch macht sich unser Magen bemerkbar. Den lassen wir natürlich ungern warten, vorallem weil ich – Scham über mich – ziemlich zickig werden kann, wenn ich Hunger habe 🙂 Und das will ich mir und meinen Mitmenschen wirklich nicht antun 😉

Vorbei am Dom von Padua mit dem danebenliegenden Baptisterium geht es ins Universo Vegano, die erste vegane Restaurantkette in mehreren Städten Italiens. Es gibt dort von Burgern und Piadine, über Lasagne, Risotti und Suppen, bis hin zu Salaten und roh-veganen Zucchinispaghetti eigentlich alles, was das vegane Herz begehrt. Die Qualität und das Essen sind gut, wenn auch nicht herausragend. Aber das darf man sich von einer Restaurantkette auch nicht erwarten.

Dom von Padua

Universo vegano

Efeu an den Hausmauern

Nach einem ausgiebigen Mittagessen machen wir uns zu einem kleinen Verdauungsspaziergang auf. Über die Einkaufsstraßen Via Roma und Via Umberto I mit den üblichen italienischen Designerläden und den Standard-Modeketten, geht es zum Prato della Valle, einem der größten und schönsten Innenstadtplätze Europas. Der Platz mit seinen Grünflächen lädt definitiv zum gemütlichen Chillen und Entspannen ein. Am Südende des Platzes erhebt sich die mächtige Basilica di Santa Giustina, die die Grabmäler der heiligen Giustina und des Evangelisten Lukas beherbergt.

Via Roma

Via Umberto I

Prato della Valle

Basilica di Santa Giustina

Prato della Valle

Einen Wimpernschlag entfernt liegt auch schon der normalerweise (aber wir sind ja nie normal – haha!) erste Anlaufpunkt für Touristen in Padua: die Basilica di Sant’Antonio. Die romanisch-gotische Basilika zählt mit ihren acht Kuppeln und den dünnen Glockentürmen zu den berühmtesten Kirchen Italiens. Außerdem ist sie eine in der ganzen Welt bekannte Wallfahrtskirche mit wunderschöne Freskenmalereien. Der Eintritt ist gratis und ein Rundgang total empfehlenswert. Fotografieren nicht erlaubt.

Basilica di Sant’Antonio

Nun wird es langsam Zeit für den Rückweg, der uns am Palazzo Zabarella vorbei führt. Der Palazzo repräsentiert das erste Beispiel eines privaten, gemeinnützigen Kulturzentrums mit verschiedenen Ausstellungen für die Förderung von Kultur und Kunst.

Palazzo Zabarella

Palazzo Zabarella

Palazzo Zabarella

Ponte S. Lorenzo

Der Rückweg zum Bahnhof führt als unsere letzte Station noch an der Chiesa degli Eremitani und an der Cappella degli Scrovegni vorbei. Diese ist durch die Freskengemälde von Giotto weit über die italienischen Grenzen hinaus bekannt. Eine Reservierung ist zu empfehlen, da die  Besichtigung der Kapelle für höchstens 25 Personen gestattet ist. Kostenpunkt aktuell € 13,00 pro Person.

Chiesa degli Eremitani

Cappella degli Scrovegni

Cappella degli Scrovegni

 

Fazit

Für alle, die etwas mehr Zeit haben als wir, empfehle ich die PadovaCard für 48 (€ 16,00) oder 72 Stunden (€ 21,00). Diese berechtigt zum Zugang in verschiedene Museen und ihr könnt zusätzlich noch gratis mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Padua ist eine reiche Stadt, was man beim Bummel durch die Altstadt und durch die schönen Gassen deutlich spürt. Eine Stadt, die man auf der Fahrt nach Venedig (nur 40 km entfernt) nicht links liegen lassen sollte.

 

Padova in love

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2 Comments

  • Reply
    Cordula Kirschner
    29. August 2017 at 09:33

    Liebe Jasmin,
    wow, so ein schöner und ausführlicher Reisebericht. Ganz Klasse. Die vielen Fotos hinterlassen einen sehr einladenden Eindruck und machen deinen Beitrag lebendig.
    Diese Stadt muss einfach auf meine „MUST SEES“ Liste. 🙂
    Viele liebe Grüße
    Cordula

    • Reply
      Jasmin
      29. August 2017 at 10:33

      Ja, die Stadt musst du dir unbedingt ansehen. Hinter jeder Ecke lässt sich immer wieder was tolles bewundern. Und den italienischen Flair liebe ich sowieso 🙂 Vielen Dank für deine lieben Worte.
      Liebe Grüße,
      Jasmin

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