Kürbis

Kürbis

Jetzt im Herbst (Yes, I know: leider ist es schon wieder soweit!) ist der Kürbis in all seinen Varianten wieder eines meiner absoluten Lieblingsprodukte in der Küche. Denn seine vielen Gesichter zeigt das Gemüse nicht nur als Deko zu Halloween, sondern auch auf unserem Teller. Sein Vitalstoff-, Nährstoff- und Ballaststoffreichtum machen aus ihm ein Superfood und ein aktives Schutzschild gegen Zivilisationskrankheiten. Deshalb hat es der Kürbis – wie ich finde – doch wirklich verdient, dass ich ihm einen ganzen Blogartikel widme, oder? 😉

 

Kürbis – Ein beerenstarkes Gemüse

Weltweit sind bislang rund 100 Kürbisgattungen und 850 verschiedene Arten bekannt, die allerdings nicht alle genießbar sind. Man unterscheidet zwischen Speise- und Zierkürbis. Kürbisse können rot, grün, blau oder schwarz – rund, oval oder birnenförmig sein. Vom 50 Gramm leichten Winzling bis hin zum kiloschweren Koloss. Alles ist dabei. Den meisten – und auch mir – ist jedoch der Klassiker am liebsten: der orangefarbene Hokkaido-Kürbis. Dieser schmeckt besonders aromatisch und hat einen unschlagbaren Vorteil: Während man die anderen Kürbisse vor dem Verzehr schälen muss (was manchmal echt ein Kraftakt ist, stimmt’s? – hihi), kann der Hokkaidokürbis (Bio!) mit Schale verspeist werden.

Das Wortspiel im Titel kommt übrigens nicht von irgendwo her. Der Kürbis gehört botanisch gesehen zu den Beeren und ist somit die wohl größte Beere der Welt. Beeren sind per Definition Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen – und dieses Kriterium erfüllt der Kürbis. Da macht es keinen Unterschied, wenn er etwas größer ausfällt, als wir es eigentlich von einer Beere erwarten würden 😉 Hättet ihr’s gewusst?

Also ist der Kürbis ein Obst? Naja – nicht so ganz. Da ein Kürbis aus einer bestäubten Blüte entsteht, zählt er nach der botanischen Definition zum Obst. Da er jedoch zugleich im Beet und auf dem Balkon nur einjährig kultiviert wird, zählt der nach der Lebensmitteldefinition zum Gemüse – ein Fruchtgemüse sozusagen 🙂

KürbisKürbis

 

Was macht den Kürbis so gesund?

Der Allrounder ist auf vielfältige Weise sehr gesund. Warum ihr mehr Kürbis essen solltet? Ich habe euch 6 gute Gründe dafür aufgelistet. Lasst uns mal einen Blick auf die gesundheitlichen Vorteile werfen:

 

1. Kürbis zum Schutz unserer Zellen

Kürbis enthält einen großen Anteil an Beta-Carotin. Das seht ihr am intensiven Orange des Hokkaido-Fruchtfleischs am deutlichsten. Dieses Antioxidant schützt die Zellen vor freien Radikalen und wirkt zudem als Entzündungshemmer. Beta-Carotin ist in der Lage, potentielle Krebszellen zu neutralisieren und somit der Entstehung von Krebs vorzubeugen. Zudem schützt es vor Hautalterung, da es in der Lage ist, durch die Sonne und durch die natürliche Alterung geschädigte Hautzellen zu regenerieren.

Beta-Carotin stärkt das Immunsystem und vermindert somit zusätzlich das Risiko für chronische Erkrankungen und ist wirksamer Schutz gegen Herz- und Gefäßkrankheiten.

 

2. Kürbis für eine bessere Sehkraft

Unser Körper wandelt den natürlichen Farbstoff Beta-Carotin in Vitamin A um, was ein wichtiger Nährstoff für unsere Sehkraft ist.

 

3. Kürbis ist kalorienarm

Er besteht zu 90 Prozent aus Wasser und ist somit sehr kalorienarm: Pro hundert Gramm enthält er nur rund 25 Kalorien. Und zählt damit zu den Top-Lebensmitteln für alle, die auf ihre Figur achten. Und seien wir doch mal ehrlich: Wer tut das nicht? 😉

 

4. Kürbis als Ballaststoffbombe für eine tolle Verdauung und gegen Diabetes

Kürbisfleisch liefert jede Menge sättigende Ballaststoffe, die unsere Verdauung und das Abnehmen unterstützen. Giftstoffe werden besser ausgeleitet und der Blutzuckerspiegel reguliert. Deshalb ist das Gemüse auch für Diabetiker eine gute Wahl. Studien der East China Normal University und der Iwate Universität in Japan zeigen, dass die im Kürbis enthaltenen Enzyme die Bauchspeicheldrüse entlasten und die Zellerneuerung geschädigter Bauchspeichendrüsenzellen anregen.  Kürbisextrakt wirkt sowohl Vorstufen von Typ-2-Diabetes als auch einer bereits diagnostizierten Diabetes entgegen.

 

5. Kürbis liefert viele Mineralien

In 100 Gramm Kürbis stecken etwa 300 Milligramm Kalium. Das Mineral stärkt die Herzgesundheit, indem es Bluthochdruck entgegenwirkt und ist wichtig für die Flüssigkeitsregulierung im Körper. Im Fruchtfleisch stecken außerdem Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Selen, Vitamin E und C sowie B-Vitamine. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure kann sich zudem positiv auf Bindegewebe, Haut und Nägel auswirken.

 

6. Last but certainly not least: Kürbiskerne & Kürbisöl

Kürbiskerne sind ein wunderbares Zusatzgeschenk des Kürbisses. Knackig und nussig toppen sie Salate, selbst gebackene Brote, Suppen und eignen sich hervorragend als energiespendender Snack für Zwischendurch. Kürbiskerne und hochwertiges Kürbiskernöl liefern das ganze Jahr über essentielle Fettsäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe, deren natürliche Heilkräfte unterschiedlichste Beschwerden mildern können.

Die Kerne des Kürbis stecken voller Magnesium, einem der wichtigsten Nährstoffe überhaupt. Dieser Mineralstoff ist wichtig für gesunde Zähne und Knochen und notwendig für die optimale Funktion des Immunsystems und des Herzens. Er wirkt entzündungshemmend, schützt vor Diabetes und hilft bei der Gewichtsabnahme.

Kürbiskerne senken durch einfache ungesättigte Fettsäuren die Cholesterinwerte und schützen damit das Herz und die Leber. Die zweifach ungesättigte Linolsäure und das enthaltene Vitamin E bringen einerseits unser Gehirn auf Touren und beugen Alzheimer vor und halten andererseits unsere Haut geschmeidig und gesund.

Zudem sind die Kerne sehr proteinreich. Sie enthalten ganze 24 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm und können daher sehr gut zur Deckung des Proteinbedarfs beitragen.

Kürbiskerne sind reich an der essentiellen Aminosäure L-Tryptophan. Diese wirkt präventiv und lindernd bei Stimmungstiefs und Depressionen, da unser Organismus aus Tryptophan das Wohlfühlhormon Serotonin produziert. Kürbis ist somit ein vorbeugendes Antidepressivum aus der Natur.

Außerdem helfen Kürbiskerne und Kürbiskernöl gegen Prostatabeschwerden, Harnwegsleiden und bei Blasenproblemen. Sie können der Bildung von Nierensteinen entgegengewirken. Im Öl der Kürbiskerne sind zudem Stoffe enthalten, die dazu führen, dass sich Darmparasiten nicht mehr an der Darmwand festhalten können und ausgeschieden werden.

KürbiskerneKürbis Kerne

 

Ob Fruchtfleisch, Kerne oder Öl, der Kürbis strotzt nur so vor Vitalstoffen. Jeder Speisekürbis kann übrigens auch bedenkenlos roh gegessen werden. Angesichts all dieser Vorteile macht das Kürbis-Schlemmen gleich doppelt so viel Spaß. Gute Gründe, um die Kürbis-Saison in vollen Zügen auszukosten, oder? 🙂

Auf zum ersten Kürbis-Rezept auf meinem Blog: Kürbisrisotto nach Mimi’s Art. Und ich garantiere euch: Viele weitere werden folgen.

Seid ihr auch Kürbisfans oder müsst ihr euch noch ein wenig an das Wundergemüse rantasten?

Kürbis gebraten

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