Kastanien-Tiramisu

Kastanien-Tiramisu

Wie lange wollte ich schon ein Tiramisu Rezept auf dem Blog posten?! Denn eine gesunde Version des italienischen Klassikers darf hier natürlich auf keinen Fall fehlen. Oooooooh, wie ich Tiramisu liiiiiiebe…!! Aus diesem Grund ist es nun endlich soweit. Dementsprechend passend zur Jahreszeit gibt’s heute ein Rezept für ein Kastanientiramisu. Zum Niederknien, ich sag’s euch 😊

Da die Originalversion mit Eiern, Mascarpone, Kaffee, Zucker und Löffelbiskuit weder vegan noch gesund ist, hab ich kurzerhand ein gesundes Tiramisu kreiert. Entsprechend darf ganz ohne Reue geschlemmt werden. Ist das nicht wunderbar? 😊 Genauso wie meine anderen Rezepte, kommt auch mein Kastanientiramisu ganz ohne industriellen Zucker aus und ist rein pflanzlich. Zudem verwende ich für die Zubereitung Lupinenkaffee. Dieser regionale und somit umweltfreundliche Kaffee enthält weder Koffein noch Kaffeesäure. Deshalb führt er nicht zu den bekannten Bohnenkaffee-Nebenwirkungen wie Nervosität, Kopfschmerzen, Herzklopfen und Schlaflosigkeit und macht auch in keinster Weise abhängig. Sogar von magenempfindlichen Menschen wird er gut vertragen.

Kastanien-TiramisuKastanien-Tiramisu

Im Grunde genommen lässt sich jedes vegane Tiramisu schnell und unkompliziert zubereiten. Zudem schmeckt Tiramisu doch einfach himmlisch, oder? Allerdings braucht ihr nach der Zubereitung ein klein wenig Geduld. Aber das ist ja auch beim klassischen Tiramisu nicht anders. Damit es im Kühlschrank so richtig schön durchziehen und saftig werden kann, braucht es eben seine Zeit. So richtig lecker schmeckt es nach 2-3 Tagen.

Wie ihr wisst, arbeite ich sehr gerne mit Nahrungsmitteln, die gerade Saison haben. Kastanien habe gerade Saison. Deshalb habe ich mich für Kastanien-Tiramisu entschieden. Statt Löffelbiskuit gibt es selbstgebackenen Mürbteig. Zugegeben, das ist ein klein wenig aufwendiger. Wenn ihr euch die 15 Minuten zusätzliche Arbeit sparen wollt (ja, mehr sind es nicht!), könnt ihr natürlich auch zum Zwieback greifen. Aber ich verspreche euch, die Mürbteig Version schmeckt um Längen besser. Der kleine Mehraufwand zahlt sich allemal aus!

Gesundes Kastanien-Tiramisu

Ich bin ja echt so ein kleiner Kastanien-Junkie. Und kann im Herbst gar nicht genug davon kriegen. Über die gesundheitlichen Vorteile der basischen Kastanie habe ich euch bereits bei meinem Rezept für Kastanienravioli mit Kürbisfüllung berichtet. Die Kastanie hätte echt das Zeug zum Grundnahrungsmittel. Denn nahezu alle wichtigen Nährstoffe sind in ihr vereint: Hochwertiges Eiweiß, wertvolle Kohlenhydrate, gesunde Ballaststoffe und unzählige Vitamine und Mineralstoffe.

KastanienKastanien-Tiramisu

Deshalb möchte ich nochmals etwas ausführlicher auf die gesundheitlichen Vorteile der Kastanie eingehen:

Komplexe Kohlenhydrate

Diese bewirken nicht nur einen hohen Sättigungsgrad, sondern sorgen auch dafür, dass der Blutzucker nach dem Essen langsam ansteigt und lange stabil bleibt. Wir fallen also nach dem Essen nicht in ein körperliches Tief. Sondern bleiben frisch und munter.

Wenig und gesundes Fett

All diejenigen unter euch, die auf ihre schlanke Linie achten wollen, können getrost zugreifen. Denn im Vergleich zu anderen Nüssen, weisen Esskastanien mit knapp 2 Prozent einen relativ geringen Anteil an Fetten auf. Die enthaltenen einfachen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhöhen den guten HDL-Cholesterin und verringern das schlechte LDL. Gute Voraussetzungen für ein funktionierendes Herz-Kreislaufsystem.

Helfer für den Magen-Darm-Trakt und den Stresspegel

Der hohe Anteil am Mineralstoff Kalium neutralisiert vorhandene Säuren im Körper. Mit einer kaliumreichen, basenüberschüssigen Ernährung, gehören Blähungen, Sodbrennen, Völlegefühl oder Reizungen der Magenschleimhaut bald der Vergangenheit an.

Außerdem tut Kalium unseren Nerven gut und reguliert Blutdruck und Herzschlag. Das Risiko für Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Herz-Rhythmus-Störungen wird deutlich gesenkt.

Starke Nerven und Knochen

Die Esskastanie enthält Calcium, unseren Knochenbaustoff. Kombiniert mit dem hohen Kaliumanteil führt dies zu einer verringerten Calcium-Ausscheidung. Dadurch kann mehr Calcium in die Knochen eingelagert werden. Somit kann die Kastanie eine präventive Maßnahme gegen Osteoporose sein. Zudem wirken sowohl Calcium als auch Kalium Muskelkrämpfen entgegen.

Außerdem stärkt der beachtliche Anteil an B-Vitaminen das Nervensystem und sorgt für einen leistungsfähigen Energiehaushalt.

Geschützt durch Antioxidantien

Neben den B-Vitaminen liefert die Esskastanie auch die Antioxidantien Vitamin C und Vitamin E. Diese schützen uns gegen freie Radikale. Diese lassen nicht nur unsere Haut altern, sondern schädigen auch unsere Körperzellen. Überdies pushen Kastanien unser Immunsystem, um uns vor Infekten zu schützen. Und ganz nebenbei straffen sie auch noch das Bindegewebe.

Kastanien-TiramisuKastanien-Tiramisu

So, und nun will ich euch das Rezept nicht länger vorenthalten:

Kastanien-Tiramisu
Vorbereitung
5 Min.
Zubereitung
25 Min.
Gesamt
30 Min.
 
Autor: Mimisveganlife
Zutaten
Für den Mürbteig
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 60 g Sonnenblumenöl
  • 50 g Kokosblütenzucker
  • 100 ml Sojamilch, kalt
  • 1 Prise Salz
Für die Kastaniencreme
  • 400 g Seidentofu
  • 200 g gekochte und geschälte Kastanien
  • 1 Dose Kokosmilch, über Nacht in den Kühlschrank gestellt
  • 1/2 TL gemahlene Vanille
  • 4 EL Kokosblütenzucker
  • 2 EL Amaretto
Außerdem
  • 350 ml kalter Lupinenkaffee zum Tunken
  • Rohkakaopulver zum Bestreuen
Zubereitung
  1. Zuerst den Backofen auf 170 Grad Ober/ Unterhitze vorheizen.
  2. Den Lupinenkaffee zubereiten und abkühlen lassen.
  3. Dann in einer großen Rührschüssel Mehl mit Salz und Kokosblütenzucker vermischen. Das Sonnenblumenöl dazugeben und mit den Händen in die Mehlmischung einarbeiten, bis das Ganze krümelig ist. Darauf die kalte (!) Sojamilch dazugeben und nur so viel verkneten, dass ein geschmeidiger Teig entsteht.
  4. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und mit so wenig Mehl wie möglich flach und nicht zu dünn zu einem Rechteck ausrollen. Das Backblech in den Ofen geben und den Teig 12 Minuten blindbacken. Anschließend auskühlen lassen.
  5. Inzwischen wird die Creme für das Kastanientiramisu zubereitet. Hierfür Kastanien in eine Küchenmaschine geben und fein mahlen. Anschließend die Dose Kokosmilch aus dem Kühlschrank nehmen, öffnen und nur den festen Anteil herauslöffeln und zu den gemahlenen Kastanien geben. Seidentofu, Vanille, Kokosblütenzucker und den Amaretto dazugeben. Alles zu einer cremigen Masse verrühren. Geschmackstest nicht vergessen 😉
  6. Den Mürbteig in passender Größe für die Dessertgläser ausstechen und jeweils in den erkalteten Lupinenkaffee tauchen. Damit den Boden der Dessertgläser auslegen und eine Lage der Kastaniencreme darübergeben. Das Ganze je nach Glasgröße so lange wiederholen, bis die Zutaten aufgebraucht sind. Die oberste Schicht sollte eine Lage Creme sein.
  7. Nun das Ganze abgedeckt (z.B. mit Frischhaltefolie) für mindestens 6 Stunden, oder am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen. So richtig perfekt durchgezogen ist alles dann nach 2-3 Tagen.
  8. Vor dem Servieren mit etwas Kakaopulver bestäuben.

 

HABT IHR DAS REZEPT AUSPROBIERT?

Dann verlinkt euer Foto mit dem Hashtag #mimisveganlife bei Facebook oder Instagram, oder hinterlasst mir einen Kommentar. Ich freue mich auf euer Feedback!

Kastanien-Tiramisu

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply