Industrieller Zucker und seine gesundheitlichen Auswirkungen

Zucker

Wir alle konsumieren zu viel raffinierten Zucker und sind regelrecht süchtig danach. Vor allem industriell hergestellte Lebensmittel wie Fertigpizza, Saucen, Joghurt oder Süßigkeiten enthalten versteckten Zucker, was einem als Konsument oft gar nicht wirklich bewusst ist. Dazu noch der Zucker im Kaffee und Tee, Marmelade oder Nutella als Brotaufstrich, Kuchen oder Kekse für zwischendurch. Ich habe mich auf Spurensuche begeben und möchte euch heute erklären, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf euren Körper hat.

Zucker

Zucker und seine vielen Namen

Unter diesem Begriff verstecken sich viele Unterarten. Zucker wird nicht als solcher deklariert, sondern kann

  • Glucose (Traubenzucker)
  • Fructose (Fruchtzucker)
  • Saccharose (Gemisch aus Glucose und Fructose)
  • Laktose (Milchzucker)
  • Maltose (Malzzucker)

sein. Alle Zuckerarten haben eines gemeinsam: Sie sind raffinierter Industriezucker. Ganz egal, woraus sie nun gewonnen wurden. Doch nur einen kleinen Bruchteil davon nehmen wir bewusst zu uns, etwa indem wir ihn in den Kaffee rühren. Problematisch ist aber vor allem der versteckte Zucker in industriell hergestellten Produkten. Diese enthalten oft große Mengen des Süßmachers, ohne dass wir es merken. Dazu zählen auch herzhafte Produkte wie Frischkäse, Suppen, Wurst oder Krautsalat.

Der Zuckergehalt eines Produktes wird absichtlich vor uns Konsumenten versteckt. Indem er einfach anders deklariert wird. Damit wir alle meinen, dass wir fast keinen Zucker konsumieren. Aber diese Annahme ist falsch. Der europäische Durchschnittsbürger konsumiert so pro Jahr rund 35 Kilogramm reinen Zucker. Dies sind an die 100 g pro Tag. Konsequenz davon sind nicht „nur“ Fettleibigkeit, sondern auch enorme gesundheitliche Probleme.

Industrieller ZuckerIndustrieller Zucker

Die gesundheitlichen Auswirkungen

Zucker schwächt unser Immunsystem. Dadurch haben Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze leichtes Spiel. Wir werden automatisch anfällig für viele Krankheiten. Denn der industriell hergestellte Zucker enthält weder Ballaststoffe, noch Mineralien oder Vitamine. Diese Stoffe braucht der Körper jedoch, um ihn zu verstoffwechseln. Er muss nun also gezwungenermaßen die zur Verstoffwechselung notwendigen Stoffe aus den eigenen Reserven holen. Dies führt auf Dauer zu einem Mineralstoffmangel, was Karies, spröde Knochen, Falten, Haarausfall, schwache Augen, usw. zur Folge hat. Nach vielen Jahren des Zuckerkonsums und des daraus resultierenden Nährstoffmangel (weil unser heutiger Lebensstil generell zu säurelastig und zu wenig basenbildend ist) können sich Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Osteoporose entwickeln. Beides Spätfolgen eines erhöhten Zuckerkonsums. Aber wer denkt schon daran, dass der Zucker hier der Bösewicht ist?!

Während der Verstoffwechselung von Zucker entstehen also giftige Stoffwechselprodukte, da der Körper diese puren, raffinierten (schlechten!) Kohlenhydrate ohne Mineralien und Vitamine nicht vollständig umwandeln kann. Das Risiko zur Entwicklung von degenerativen Krankheiten und Autoimmunerkrankungen steigt. Dazu zählen unter anderem Arthrose, Asthma, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Rheuma, Schilddrüsenerkrankungen, Morbus Crohn, aber auch Krebs.

Industrieller Zucker

Außerdem schädigt Zucker die Leber, überfordert die Bauchspeicheldrüse und die Nieren und zerstört die gesunde Darmflora, indem er die dort ansässigen Pilze füttert, die sich dadurch rasant vermehren.

Die Lüge vom braunen Zucker

Der braune Zucker, Rüben- oder Rohrzucker hat keine gesundheitlichen Vorteile gegenüber dem weißen Zucker. In der Herstellung werden bloß einige Schritte ausgelassen, sodass Melasse an den Körnern haften bleibt. Dieser braune Sirup sorgt für die typische Farbe und den karamelligen Geschmack. Oft wird „brauner Zucker“ aber auch nur aus weißem Haushaltszucker mit zugesetzten Farbstoffen und Chemikalien hergestellt. Und wird im Anschluss als braunen Zucker teurer verkauft. Also reine Geldmacherei auf Kosten unserer Gesundheit!

Brauner ZuckerZucker

Ist also jeder Zucker schlecht?

Ganz klar: Nein! Zunächst stellt Zucker keine Gefahr für die Gesundheit dar. Der Körper braucht ihn sogar, denn Glucose ist sein wichtigster Energielieferant. Deshalb enthält auch nahezu jedes unverarbeitete Lebensmittel die unterschiedlichen Zuckerarten oder Kohlenhydrate, aus denen letztlich ebenfalls Glucose entsteht. Aber egal ob der Fruchtzucker im Obst oder die Stärke in den Kartoffeln: Zucker kommt in einem Lebensmittel niemals isoliert vor. Vielmehr steckt er in seiner ursprünglichen Hülle von Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Erst durch das Zusammenspiel dieser Substanzen kann der Zucker vom Körper aufgenommen und entsprechend vollständig verstoffwechselt werden. Und das ohne starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels hervorzurufen. In dieser Form ist der vermeintliche Bösewicht also alles andere als böse.

Zucker

Lediglich ein zu viel an raffiniertem und von der Industrie extrahiertem Zucker, der in isolierter Form aufgenommen wird, hat oben genannte negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Und macht über kurz oder lang krank.

Fazit

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte generell seinen Zuckerkonsum einschränken. Beginnt, Etiketten zu lesen, bleibt wachsam und esst frische Früchte. Übrigens helfen auch Bitterstoffe, den Heißhunger auf Süßes zu reduzieren. Zudem kann der ungesunde Haushaltszucker durch wertvollere Zuckeralternativen ersetzen werden. Hier erfahrt ihr alles über die möglichen Alternativen. Da ist sicher für jeden von euch etwas dabei.

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