Hirse

Hirse

Früher ein „Armeleuteessen“, heute wieder Grundnahrungsmittel einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Und das ist auch gut so. Denn neben der Vorbeugung von Herzkrankheiten, Diabetes und Mangelerscheinungen wie Müdigkeit, ist der Verzehr der glutenfreien Hirse ein wahres Schönheitselixier.

 

Herkunft

Bei Hirse handelt es sich um eine Getreideart aus der Familie der Süßgräser, die ihren Ursprung in Zentral- Ostasien hat. Sie zählt zu den ältesten Getreidesorten der Welt, denn schon vor 8.000 Jahren wurde in China und der Mongolei Hirse verzehrt. In Mitteleuropa galt das Getreide, vor der Verbreitung der Kartoffel, als wichtigstes Grundnahrungsmittel. Es ist jedoch nicht nur eines der ältesten, sondern auch das mineralstoffreichste Getreide und steht somit mit seinen gesundheitsfördernden Eigenschaften an der Spitze der Getreidesorten.

 

Nährstoffe

Das kalorienarme und vielfältige Getreide wird immer beliebter, da es eine Vielzahl gesunder Inhaltsstoffe hat. Hirse unterstützt nicht nur die innerliche Gesundheit des Körpers, sondern ist auch für volles Haar, starke Nägel und ein tolles Hautbild besonders förderlich.

Die Hirsekörner sind sehr reich an Eiweiß (10g pro 100g), und daher eine wertvolle pflanzliche Proteinquelle. Aha, Veganer bekommen also doch ihr Protein 😉

Die Kombination aus Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen verbessert die Verdauung und verringert gleichzeitig das Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

 

Hirsefeld

 

Mineralstoffe und Spurenelemente

Eisen

Der Eisengehalt des glutenfreien Getreides ist mit 7 mg pro 100g herausragend und wird sonst von keinem anderen Getreide erreicht.

Eisen muss mit der Nahrung aufgenommen werden und ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Es hilft dem Blut Sauerstoff zu transportieren und stärkt die Abwehrkräfte des Körpers. Um den enthaltenen Eisengehalt besser verwerten zu können, nehmt Hirse am besten mit Gemüsesorten zu euch, die viel Vitamin C enthalten. Das sind z.B. Paprika, Rosenkohl, Brokkoli, Spinat oder Wirsing. Ich gebe in meine Rezepte gerne einen guten Schuss frisch gepressten Zitronensaft, das lässt das Ganze schön frisch schmecken.

 

Magnesium

Magnesium stärkt die Knochen und ist elementar für den Enzymstoffwechsel im Körper. Weder unsere Muskeln noch unser Nervensystem können ohne Magnesium richtig arbeiten. Alle Zellen, vor allem unsere Gehirnzellen, brauchen Magnesium.

 

Silizium

Silizium ist das eigentliche Schönheitselixier der Hirsekörner. Durch die enthaltene Kieselerde werden die Zähne, Knochen und Nägel gestärkt, Haut und Haare geglättet und zum Glänzen gebracht. Da es der Haut hilft, Feuchtigkeit zu binden, wird die Elastizität des Bindegewebes gestärkt.

 

Vitamine

In dem Supergetreide sind vor allem Vitamin C, E, verschiedene B-Vitamine und Provitamin A enthalten. Diese schützen unter anderem die Haut vor schädlicher Sonneneinstrahlung. Außerdem unterstützen sie die Verwertung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Mineralstoffen.

 

Hirsekorn

 

Hirse ist frei von Gluten

Die gelben Körner enthalten kein Gluten (Klebereiweiß) und sind daher leicht verdaulich, gut bekömmlich und bilden im Organismus keinen Schleim. Deshalb sind sie auch bei Erkältungen oder grippalen Effekten eine empfehlenswerte, gesunde Speise.

 

Schlank mit Hirse

Hirse besteht zu circa 70% aus komplexen Kohlenhydraten, die lange und schnell satt machen. Die Aminosäure Tryptophan senkt außerdem den Appetit und hilft bei der Gewichtskontrolle, indem sie ein längeres Völlegefühl verleiht.

Die Körner quellen stark auf und füllen so schnell den Magen. Dadurch werden weniger Kalorien aufgenommen und Blutzuckerschwankungen bleiben gering. Dadurch kann Hirse vor Fettleibigkeit und Diabetes schützen.

 

Zubereitung

Die Hirsekörner dürfen nicht roh gegessen werden.

Ich empfehle euch, sie vor dem Kochen einzuweichen, damit sich das enthaltende Phytin löst, das die Aufnahme von Mineralstoffen vermindert.Um die Hirse zu garen, gebt diese mit der 2-fachen Menge an Wasser in einen Kochtopf und lasst sie kurz aufkochen. Dann bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis kein Wasser mehr im Kochtopf ist. Das dauert ungefähr 10 – 15 Minuten. Nehmt anschließend den Topf vom Herd und lasst die Hirse noch etwa 5 Minuten im Topf quellen.

 

Die leicht nussig schmeckende Hirse ist vielfältig einsetzbar. Ich mache morgens damit gerne Hirsebrei, am Mittag Bratlinge und Hirserisotto, oder nutze sie einfach als Beilage oder zum Verfeinern von Salaten.

Egal ob gekocht, gepufft oder gekeimt, Hirse ist eine bequeme und leckere Ergänzung und passt einfach zu jeder Mahlzeit des Tages.

 

Wie schmeckt euch Hirse und wie bereitet ihr sie zu? Lasst mir gerne einen Kommentar da und teilt eure Ideen mit mir und meinen Lesern.

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2 Comments

  • Reply
    Cordula Kirschner
    31. August 2017 at 09:59

    Liebe Jasmin,
    dein Blog ist echt super, ich habe die letzten Tage hier so viel dazu gelernt, top :-*
    Gestern habe ich mir dann Hirse gekauft, noch niemals vorher gehabt.
    Hatte die dann gestern Abend einmal mit in meinen Brotteig und dann als Beilage zu meinem Süßkartoffelcurry (hatte noch was vom Vortag über) anstelle von Reis gemacht.
    Die werde ich jetzt öfter verwenden – großartig.
    Ganz liebe Grüße
    Cordula

    • Reply
      Jasmin
      31. August 2017 at 22:43

      Liebe Cordula,
      vielen, vielen Dank. Das freut mich sehr!! :-* Schön, dass du Hirse für dich entdeckt hast jetzt 🙂 Lass sie dir schmecken.
      Liebe Grüße,
      Jasmin <3

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