Gesunde Spitzbuben

Gesunde Spitzbuben

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür.

Ich hoffe, dass euch der Vorweihnachtsstress noch nicht allzu sehr gepackt hat und ihr noch genügend Zeit für euch habt anstatt von einem Geschäft ins Nächste zu hetzen, um alle Geschenke zu besorgen. Oder ihr euch noch den Kopf zermartert, was ihr überhaupt schenken sollt. Ich habe es die letzten Jahre immer mehr geschafft, das Weihnachtsfest wieder mehr zurück zur Besinnlichkeit zu bringen anstatt es als reines Geschenkefest zu sehen. Und wisst ihr, was ich deshalb am liebsten schenke? ZEIT. Einfach nur Zeit. Denn ich finde, das ist das wertvollste und schönste Geschenk überhaupt. Zeit mit geliebten Menschen kann man nie genug haben und ist so so viel mehr wert als alles Materielle. Wie seht ihr das denn? Schreibt es mir doch mal in die Kommentare. Gesunde Spitzbuben

So, nach einem kurzem Umschweif, komme ich zurück auf das Wesentliche. Mein nächstes Plätzchen Rezept. Denn mal ehrlich: was wäre denn der 1. Advent, ohne ein weiteres Plätzchen-Rezept? Wir wollen ja unsere Verwandten beeindrucken. 😉 Meine Zimtsterne sind da schon ein total super und (heimlich) gesunder Weg, aber treiben wir das Ganze doch noch ein wenig auf die Spitze. Ihr müsst ja keinem verraten, wie gesund eure Plätzchen in diesem Jahr sind. Denn keiner wird es merken. Da könnt ihr euch sicher sein.

Am Mittwoch habe ich euch mein Rezept für die Himbeer-Chia-Marmelade vorgestellt, die ganz einfach aus gefrorenen Himbeeren, Chia-Samen und Xylit hergestellt wird. Diese war der Vorläufer zu meinen gesunden Spitzbuben. Denn was eignet sich besser, als Himbeermarmelade in den Spitzbuben? Nichts, genau!

Gesunde SpitzbubenGesunde Spitzbuben

Spitzbuben, auch Linzer Augen genannt, dürfen an Weihnachten einfach nicht fehlen. Obwohl ich bis Weihnachten sicher noch mindestens eine weitere Ration backen muss, so schnell wie sich die Keksdose leert – hihi! Meine gesunde Variante ohne Zucker schmeckt besser als das Original und ich hoffe ihr liebt die gesunden Spitzbuben genauso wie ich es tue.

Anstatt Butter enthalten sie natives Kokosöl und statt raffinierten Zucker habe ich den gesünderen Kokosblütenzucker verwendet. Anstelle von klassischem Mehl habe ich mich für eine glutenfreie Variante aus einer Mischung von Buchweizenmehl und Mandelmehl entschieden. Ich hatte bedenken, dass man den Buchweizen rausschmeckt, was man auch gleich nach dem Backen noch tut. Aber der Geschmack verliert sich spätestens nach ein paar Stunden komplett.

Gesunde Spitzbuben

Diese Mehle enthalten keine Lektine, also Proteine, die in die Blutbahn gelangen können, sich mit roten Blutkörperchen verbinden und auf diese Weise das Blut dickflüssig machen, was die Gefahr für Durchblutungsstörungen, Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöht. Weizenlektine z.B. können auch den Darm negativ beeinflussen, indem sie die Entstehung von chronischen Entzündungsprozessen fördern. Sie irritieren die Darmflora und können zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut führen, was als Mitursache für Autoimmunerkrankungen gilt.

Die verwendeten glutenfreien Mehle sind jedoch nicht nur frei von schädlichen Substanzen, sondern gleichzeitig deutlich reicher an hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen als die üblichen Getreidearten.

Ich habe für die gesunden Spitzbuben einen eigenen Spitzbuben-Ausstechform benutzt, ihr könnt aber auch eine andere Form euer Wahl nehmen und in die Hälfte mit einem kleineren Ausstechen ein Loch in die Mitte hinein stechen.

Gesunde Spitzbuben

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Gesunde Spitzbuben
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Gesunde Spitzbuben
Portionen: 25 Stück
Autor: Mimisveganlife
Zutaten
  • 100 g Mandelmehl
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 1 EL Lupinenmehl
  • 50 g geschälte und gemahlene Mandeln
  • 90 g Kokosöl
  • 80 g Kokosblütenzucker
  • 1/2 TL Weinsteinbackpulver
  • Abgeriebene Schale 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 Prise gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • ca. 50 ml Sojamilch
  • Xylit zum Bestäuben (optional)
Für die Füllung
  • 1 kleines Glas Himbeeren-Chia-Marmelade
Zubereitung
  1. Mandel-, Buchweizen- und Lupinenmehl, Mandeln, Kokosblütenzucker, Backpulver, Zitronenschale, Vanille und Salz in eine Schüssel geben und gut vermischen. Das Kokosöl in einem kleinen Topf erhitzen und zu den anderen Zutaten geben. Nun Schritt für Schritt die Sojamilch dazugeben und zu einem Teig kneten. So lange Milch dazugeben, bis der Teig nicht mehr krümelt und zusammenhält.

  2. Anschließend den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für eine Stunden in den Kühlschrank stellen. 

  3. Inzwischen den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

  4. Den Teig auf der Arbeitsfläche portionsweise dünn ausrollen und mit einem Ausstecher Plätzchen ausstechen. In die Hälfte davon mit einem kleinen Ausstecher ein Loch in die Mitte hineinstechen. 

  5. Nun die Spitzbuben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ca. 6-8 Minuten backen. Dann vollständig auskühlen lassen. 

  6. Jetzt geht's an die Füllung. Den Boden der gesunden Spitzbuben (die Plätzchen ohne Loch) mit ca. 1 TL Chia-Marmelade bestreichen. Den Deckel draufsetzen und leicht andrücken. 

 

HABT IHR DAS REZEPT AUSPROBIERT?

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Gesunde Spitzbuben

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2 Comments

  • Reply
    Margot
    4. Dezember 2017 at 23:55

    Kann ich die Mehle auch gegen andere glutenfreie Mehle austauschen? Ich denk da z.B. an Kichererbsen- oder Leinmehl.

    • Reply
      Jasmin
      16. Dezember 2017 at 16:39

      Liebe Margot,
      ja, mit Sicherheit. Allerdings ändert sich dann der Geschmack und auch die Konsistenz. Ich wünsch dir viel Spaß beim Nachbacken.
      Alles Liebe,
      Jasmin

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