Gemüsebrühe selber machen | Einfach, gesund und lecker

Gemüsebrühe

Pulverisierte Gemüsebrühe steht vermutlich in jeder Küche. Denn sie ist praktisch, unkompliziert und für allerlei Gerichte zu gebrauchen. Ich habe jedenfalls nicht immer die Zeit und Lust, aus frischem Gemüse eine Brühe anzusetzen. Ihr schon? Wenn es schnell gehen soll, ist Brühpulver doch genau das Richtige.

Denkt jetzt aber bitte nicht an das herkömmliche Instant-Pulver namhafter Hersteller aus dem Supermarkt. Dies ist leider meistens alles andere als natürlich! Denn oft enthält das Pulver kaum Gemüse (manchmal sogar unter 5%!), dafür aber reichlich Geschmacksverstärker, Aromen, Zucker und Palmöl. Zwar gibt es auch Bio-Brühe, die mehr Gemüse und weniger bedenkliche Zusatzstoffe enthält. Dennoch sind auch hier öfters Zucker und Hefeextrakt als Geschmacksverstärker enthalten. Zudem haben diese auch einen stolzen Preis. 

Gemüsebrühe selber machen

Warum Gemüsebrühe selber machen?

Weil es ganz einfach ist und gar nicht so aufwendig, wie es sich anhört. Und der größte Vorteil: ihr bestimmt, was drin ist. Keine Hefe, keine Geschmacksverstärker, kein Maltodextrin. Außerdem ist es eine gute Möglichkeit, Restgemüse zu verwerten. Ihr verarbeitet also einfach frisches Gemüse und Kräuter und durch die Zugabe von Salz und die schonende Trocknung wird die Instant-Brühe würzig und haltbar gemacht.

Suppen und Risottos schmecken damit ein ganzes Stück besser. Der eigentliche Zeitaufwand ist gering, Nachmachen lohnt sich!

Gemüse-für-Gemüsebrühe

Gemüsebrühe selber machen

 

Gemüsebrühe selber machen
Autor: Mimisveganlife
Zutaten
  • 2 Zwiebeln
  • 5 Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • 5 Blätter Mangold
  • 1/2 Knollensellerie
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Lauch
  • 200 g gutes, unbehandeltes Salz
  • 50 g getrocknete Tomaten
  • 20 g getrocknete Pilze
  • Kräuter nach Wahl (Petersilie, Lorbeer, Rosmarin, Schnittlauch, Salbei, usw.)
  • 40 g Hefeflocken (optional)
Zubereitung
  1. Ihr braucht erst mal eine ganze Menge frisches Gemüse und Kräuter. Meine Zutatenliste könnt ihr natürlich nach Wahl anpassen und verändern - experimentiert hier gerne ein wenig rum.
  2. Alle Zutaten waschen und gut abtrocknen. Nun muss alles fein gehackt werden. Ich lasse mir da immer von meiner Küchenmaschine helfen 😉 Die püriert alles zu einem schönen Brei. Wenn das geschafft ist, war es das eigentlich schon. 

  3. Jetzt wird die Gemüsemasse nur noch gleichmäßig auf die Dörrfolien oder auf mit Backpapier belegten Backblechen verteilt. Und nun geht's ans Feuchtigkeit entziehen.

  4. Damit alle Vitamine erhalten bleiben und die Gemüsebrühe sogar Rohkost-Qualität hat, lohnt es sich, das Gemüse bei maximal 42 Grad zu trocknen. Für die Ofenvariante empfehle ich daher, einfach die Beleuchtung einzuschalten (das sollten ca. 40 Grad sein) und die Gemüsebrühe Mischung für ca. 12-14 Stunden (am besten über Nacht) darin zu belassen. Damit die Feuchtigkeit während dem Trocknen entweichen kann, solltet ihr ab und zu die Backofentür öffnen oder einfach einen Holzlöffel in die Türe klemmen, damit der Backofen einen kleinen Spalt geöffnet bleibt. Ich verwende zum Trocknen meinen Dörrautomaten, damit geht es natürlich noch komfortabler.

  5. Wenn es schneller gehen soll, gebt alles bei 80°C (Umluft) für 6-7 Stunden in den Ofen. Allerdings gehen durch die größere Hitze wertvolle Inhaltsstoffe verloren. Die Trocknungszeit hängt stark vom verwendeten Ofen und davon ab, wie klein die Stücke sind. Je kleiner, desto schneller geht die Trocknung. Auch hier hin und wieder die Backofentür öffnen oder mit einem Kochlöffel einen Spalt breit offen lassen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Ca. 2 Stunden vor Ende des Trocknens könnt ihr das Gemüse einmal etwas durchmischen und eventuell das Backpapier austauschen. Manche Backpapiermarken neigen dazu, Feuchtigkeit aufzusaugen - und das wollen wir hier ja nicht.
  6. Wenn alles richtig trocken ist, die Gemüsebrühe nochmal in der Küchenmaschine oder im Mixer zerkleinern. 

  7. Am besten bewahrt ihr die fertige Brühe in kleinen Gläsern mit Schraubverschluss auf, damit keine Feuchtigkeit an die Brühe kommt.

Verwendung
  1. Um die Gemüsebrühe zu verwenden, müsst ihr einfach etwas Wasser aufkochen und es nach Belieben mit einigen Teelöffeln Gemüsebrühe aromatisieren. Durch den Trocknungsprozess und das Salz ist der Geschmack im Gemüse stark konzentriert, sodass ihr schon mit geringen Mengen einen schmackhaften Gemüsefond herstellen könnt. Ich empfehle ca. 1-2 EL auf 1 Liter Wasser. Aber exakt lässt sich das nicht sagen, weil jeder einen anderen Geschmack hat. Also einfach ausprobieren 🙂 

 

HABT IHR DAS REZEPT AUSPROBIERT?

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