Die Lupine: Regionale Eiweißquelle und tolle Alternative zu Soja

Lupine

Da die Lupine als basische Eiweißquelle und als eine der eiweißreichsten Nutzpflanzen überhaupt noch relativ unbekannt ist, möchte ich euch mit diesem Blogpost alle wichtigen Informationen liefern, die ihr über die Lupine wissen solltet.

 

Lupine? What?!

Ihr hört Lupine und versteht nur Bahnhof? Keine Sorge, so ist es mir anfangs auch ergangen.

Die Lupine ist eine Hülsenfrucht, die bereits seit mehr als 4000 Jahren kultiviert wird. Schon in der Antike wurde sie in Griechenland und Ägypten verzehrt. Lupinen sind sehr eiweißreiche Nutzpflanzen, die auf 100 g stolze 18 Prozent Eiweiß enthalten. Das Mehl der Lupine erreicht sogar einen Eiweißgehalt von circa 40 Prozent. Aufgrund ihres hohen Proteingehaltes eignet sie sich hervorragend als pflanzliche Eiweiß-Quelle und ist fester Nahrungsbestandteil vieler Kulturen.

Obwohl der Eiweißgehalt so hoch ist, handelt es sich um ein basisches Eiweiß. Denn im Vergleich zu den tierischen Konkurrenten und zu anderen Hülsenfrüchten, sind Lupinen äußerst arm an Harnsäure, die Purin produziert.

Außerdem passt die Lupine super in die Low Carb und schlanke Küche, da sie sehr kohlenhydrat- und fettarm ist.

 

Anbau

Die Lupinenprodukte werden aus den Samen der Süßlupine hergestellt. Diese wird, im Gegensatz zu Soja, regional angebaut und ohne große Transportwege verarbeitet. Die Pflanze gilt als Ressource schonend und umweltfreundlich, da sie wesentlich weniger Fläche als die Viehzucht benötigt. Sie lockert den Boden auf, reichert ihn mit Stickstoff aus ihrer Umgebung an und baut Phosphate in der Erde ab. Dadurch können nachfolgende Pflanzen besser wachsen und müssen weniger gedüngt werden. Also auch aus ökologischer Sicht ein absoluter Zugewinn!

Wildlupinen enthalten Bitterstoffe (Alkaloide), die giftig sind. Durch Züchtung entstand die Süßlupine, die keine Alkaloide enthält.

Lupinenfeld

 

Ist die Lupine besser als Soja?

Ich sage: JA! Lupinenmehl liefert alle essentiellen Aminosäuren und weist die ähnlich hohe biologische Wertigkeit auf wie das Sojaprotein. Und das, ohne gentechnisch modifiziert zu sein und ohne lange Transportwege hinter sich zu haben.

Aufgrund der tollen Nährstoffe, gesunden Wirkung und ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist die blaue Süßlupine eine attraktive Hülsenfrucht, der definitiv mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

Das macht die Süßlupine so wertvoll:

  • Enthält in Mehlform circa 40 Prozent hochwertiges, basisches Eiweiß
  • Enthält alle acht essentiellen Aminosäuren, die wir benötigen
  • Kohlenhydrat- und Fettanteil von jeweils 3,3 Prozent (weniger als Soja)
  • Wirkt krebshemmend dank Isoflavonen
  • Cholesterin- und blutzuckersenkend
  • Ballaststoffreich
  • Wertvolle Quelle für Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium und Zink
  • Nahezu frei von harnsäurebildenden Purinen
  • Enthält wenig blähende Substanzen und kann deshalb auch von Menschen verzehrt werden, die von Hülsenfrüchten Blähungen bekommen.
  • Sie wird nicht gentechnisch modifiziert

Lupine

 

Verwendung

 

Eingelegte Lupinensamen

Diese gibt es bei uns in Italien als Snack zu kaufen. Schaut mal im Supermarkt, ihr werdet sicher fündig.

 

Lupinenmehl

Toll und vielfältig einsetzbar ist das Lupinenmehl. In Brot- und Backwaren kann bis zu 15 Prozent der Gesamtmehlmenge mit Lupinenmehl ersetzt werden. Damit wird der Teig schön locker, der Kohlenhydratanteil wird reduziert, der Proteingehalt erhöht. Ich reichere damit auch meine Smoothies oder Shakes an, da Lupinen wie oben erwähnt, eine super pflanzliche und vor allem basische Eiweißquelle sind. Lupinenmehl eignet sich auch als Ei-Ersatz, z.B. für meine Kartoffelteigtaschen.

 

Fertigprodukte

Moooooment!! Bevor jetzt der Aufschrei „Was, du benutzt Fertigprodukte?!?!“ losgeht, lest bitte erstmal weiter 😉

Ziemlich unbekannt, aber nicht neu sind Lupinen als „Fleischersatz“. Veganer Fleischersatz? Ja, richtig gehört. Und ihr habt schon recht. Vor diesem Wort graut es mir eigentlich. Denn wie ihr wisst, bin ich eigentlich kein großer Fan von Fleischersatz-Produkten und schon gar nicht von Fertigprodukten. Die kommen mir nämlich normalerweise nicht so schnell ins Haus.

Das Bio-Lupinen Geschnetzelte der Firma Alberts schmeckt mir allerdings echt gut. Allergiker sollten allerdings aufpassen, es enthält auch Gluten, die ich normalerweise auch meide. Aber ihr wisst ja: Die Menge macht das Gift. Wenn es abends mal schnell gehen muss, ist das Lupinen Geschnetzelte schon toll. Es eignet sich mit seinen 4,9 g Kohlenhydrate auf 100 g super als Low Carb Gericht. Zudem lässt es sich gut in der Pfanne anbraten und hat einen leicht nussigen Geschmack.

 

Wer von euch hat schon Erfahrungen mit der blauen Süßlupine gemacht und mag mir davon berichten?

 

Lupinengeschnetzeltes

Lupine

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